____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Samarqand
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Samarqand, deutsch Samarkandcite-ref-2[2] (usbekisch-kyrillisch und tadschikisch ХаПаŃŇанд, persisch ŘłŮ
ŘąŮŮŘŻ, DMG Samarqand; russisch Samarkand; sogdisch fĂźr âsteinerne Stadtâ), ist eine Stadt in Usbekistan mit 353.347 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008) und Hauptstadt der Viloyat Samarqand.
Contents
⢠Name
⢠Geographie
⢠Klima
⢠BevÜlkerung
⢠Geschichte
⢠Hochschulen
⢠Wirtschaft
⢠Verkehr
⢠Luftverkehr
⢠Schienenverkehr
⢠StraĂenverkehr
⢠Welterbe
⢠Weitere
⢠Sport
⢠Ehrenbßrger
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Name
Der Name Samarqand stammt aus dem Sogdischen von samar (âStein, Felsâ) und kand (âFestung, Stadtâ).cite-ref-3[3] Von den Griechen wurde die Stadt ÎÎąĎΏκινδι MarĂĄkanda genannt.cite-ref-4[4] Laut dem Gelehrten MahmĹŤd al-KÄschgharÄŤ war die Stadt im 11. Jahrhundert im Karachanidischen als Samizkand (ŘłŮŮ
ŮزŮÚŠŮŮŮŘŻŮ) bekannt, was âfette Stadtâ bedeutet.cite-ref-5[5] Der Mogulkaiser Babur erwähnte die Stadt im 16. Jahrhundert ebenfalls unter diesem Namen; der kastilische Reisende Ruy GonzĂĄlez de Clavijo erklärte, dass Samarqand eine Verballhornung der karachanidischen Bezeichnung sei.cite-ref-6[6]
Geographie
Geografische Lage
Samarqand liegt auf einer Hochebene in 720 Metern HĂśhe. Das Gebiet um die Stadt gehĂśrt zur Flussoase des Serafschan, der von Tadschikistan kommend die Stadt nĂśrdlich umflieĂt. Die nächste Stadt flussaufwärts jenseits der Grenze, Pandschakent, ist 62 Kilometer entfernt. Im SĂźdosten beginnen in gut 20 Kilometern Entfernung die Ausläufer der Serafschankette, die eine natĂźrliche Grenze zur Viloyat Qashqadaryo bildet.
Klima
BevĂślkerung
Die meisten Einwohner der Stadt sprechen als Muttersprache Tadschikisch, die zentralasiatische Form des Persischen.
BevĂślkerungsentwicklung der Agglomeration laut UN
| Jahr | Einwohnerzahl [ 8 ] |
|---|---|
| 1950 | 168.000 |
| 1960 | 205.000 |
| 1970 | 275.000 |
| 1980 | 460.000 |
| 1990 | 376.000 |
| 2000 | 361.000 |
| 2010 | 452.000 |
| 2017 | 539.000 |
Geschichte
Siehe auch
:
Afrasiab (Stadt)
Afrasiab, Vorläuferort von Samarkand, wurde etwa 750 v. Chr. in der fruchtbaren Ebene des Serafschan als Oasenstadt gegrĂźndet. Im Achämenidenreich war es die Hauptstadt der Provinz Sogdien. Durch den Handel mit den nĂśrdlichen und Ăśstlichen Regionen und wegen seiner Lage an der SeidenstraĂe kam es zu Wohlstand. 329 v. Chr. wurde die den antiken Griechen unter dem Namen MarĂĄkanda (griech.: ÎÎąĎΏκινδι) bekannte Stadt durch Alexander den GroĂen erobert. Wechselnde Herrscher, wie die Kuschan oder die Seleukiden, kennzeichnen die folgenden Jahrhunderte.cite-ref-9[9] 712 n. Chr. fiel sie an die Araber, die den Stadtherrn Ghurak im Amt bestätigten. Dieser erhob sich dennoch um 731 gegen die neuen Herren, die die Stadt aber wieder unter ihre Kontrolle brachten. Samarkand wurde in der Folgezeit ein geistiger Mittelpunkt des islamischen Ostens. Ab dem 9. Jahrhundert kam sie u. a. unter die Herrschaft der Samaniden, Seldschuken und Choresm-Schahs, 1220 wurde sie durch die Truppen Dschingis Khans erobert und zerstĂśrt. 1230 lebte noch ein Viertel der vorherigen Einwohner (ungefähr einhunderttausend Menschen), die meisten waren verarmt.cite-ref-10[10] Unter Qaidu Khan und dem Verwalter Masud Beg konnte sich die Stadt zum Ende des 13. Jahrhunderts wieder erholen.
Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt unter dem Namen âSamarkandâ wieder neu aufgebaut, aber nicht an der alten Stelle, sondern etwa 1 km sĂźdwestlich des alten SiedlungshĂźgels. Der mongolische Herrscher Timur machte Samarkand 1369 zur Hauptstadt seines GroĂreichs, siedelte hier 150.000 Menschen, namentlich Seidenweber und Waffenschmiede, an und baute die Stadt zu einer der schĂśnsten und bedeutendsten Metropolen seiner Zeit aus.cite-ref-11[11] Ungefähr 1407 bis 1448 herrschte Ulugh Beg, der die Wissenschaften und insbesondere die Astronomie fĂśrderte; das Regieren stand bei ihm nicht im Vordergrund.
Von 1469 bis 1494 herrschte der Timuride Ahmad Mirza in Samarkand; unter ihm wurde Mohammed Scheibani SÜldnerfßhrer. Er wechselte in den Dienst des Tschagatai-Khans, bis er im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts die verstreuten usbekischen Stämme sammelte, 1500 Buchara und Samarkand von den Timuriden eroberte und das Usbeken-Khanat neu errichtete. Kurz konnte der Timuride Babur Samarkand in einem Handstreich zurßckerobern, aber nicht halten. Samarkand wurde Hauptstadt des neuen Usbeken-Khanats. Zum Zeitpunkt des Todes Scheibanis 1510 regierte in der Stadt sein Sohn Muhammad Temßr als Sultan.
Der Timuride Babur rĂźckte 1511/12 mit persischer Hilfe nach Buchara und Samarkand vor, wurde jedoch zurĂźckgeschlagen. Im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts wurde die Hauptstadt nach Buchara verlegt, Samarkand wurde Provinzstadt und es begannen Jahre des Niedergangs. Im 16. Jahrhundert zählte die Stadt bis zu 100.000 Einwohner, die meisten lebten vom Handwerk, hier war die Arbeitsteilung weit fortgeschritten. Ein Verzeichnis enthielt 130 âGewerkeâ. Die Betriebe waren sehr klein, nur selten, wie in der Papierherstellung, arbeiteten bis zu 20 Personen in einem Betrieb. Die Werkstatt diente gleichzeitig als Laden.cite-ref-12[12] 1598 drang der kasachische Khan Tawakkul bis nach Samarkand und Buchara vor.
Um 1700 entglitt dem Khanat Buchara die Macht. Ab 1710 verbĂźndeten sich die Keneges und Kitai-Kiptschaken und riefen in Samarkand einen Gegenkhan aus. In den Folgejahren und insbesondere um 1723 flĂźchteten groĂe Gruppen von Kasachen vor den Dschungaren nach Buchara und Samarkand. Sie verbĂźndeten sich mit verschiedenen usbekischen Gruppierungen und es kam zu vielen Auseinandersetzungen. Samarkand war 1730 stark verwĂźstet.cite-ref-13[13]
Im Juli/September 1740 eroberten die Perser unter Nader Schah das Khanat und besetzten auch Samarkand. Anhaltende BĂźrgerkriege trieben Samarkand in eine Wirtschaftskrise. Unter der Mangit-Dynastie wurden Mitte des 18. Jahrhunderts erste Versuche unternommen, die Stadt wiederzubeleben.cite-ref-14[14]
Im Jahr 1868 kam die Stadt offiziell unter russische Herrschaft. Sie wurde Hauptstadt einer Provinz (1887) innerhalb des Generalgouvernements Turkestan, aus dem 1918 die Turkestanische ASSR wurde. 1925 wurde sie zur ersten Hauptstadt der neu geschaffenen Usbekischen SSR, verlor diese Funktion jedoch 1930 an Taschkent. Seit 1991 gehĂśrt die Stadt zur unabhängigen Republik Usbekistan, deren viertgrĂśĂte Stadt sie ist. DarĂźber hinaus ist sie Verwaltungszentrum der gleichnamigen Region.
Politik und Verwaltung
Hochschulen
Derzeit sind in Samarkand sechs Üffentliche Universitäten und Hochschulen universitären Charakters angesiedelt:cite-ref-15[15]
⢠Staatliche Universität Samarkand (SSU)
⢠Grßndungsjahr: 1420; 1927 als Staatliches Pädagogisches Institut; 1927 in Usbekische Staatsakademie und 1933 in Usbekische Staatsuniversität umorganisiert. 1991 erhielt sie den heutigen Titel.
⢠Träger: Staatlich
⢠Akkreditierung: Ministerium fßr HÜhere und Sekundarschulische Fachausbildung
⢠Unterrichtssprachen: Usbekisch, Russisch, Tadschikisch
⢠Struktur: Neun Fakultäten:
⢠Fakultät fßr tadschikische Philologie; Studienfächer: Philologie, Literatur
⢠Fakultät fßr Wirtschaftswissenschaften; Studienfächer: Wirtschaftswissenschaften
⢠Fakultät fßr Geschichte und Philosophie; Studienfächer: Archäologie, Soziologie, Philosophie, Geschichte
⢠Fakultät fßr Rechtswissenschaften; Studienfächer: Jura
⢠Fakultät fßr Naturwissenschaften; Studienfächer: Biologie, Chemie
⢠Fakultät fßr Pädagogik; Studienfächer: Pädagogik, Lehrerausbildung, Bildung
⢠Fakultät fßr Philologie; Studienfächer: Philologie, Neuere Sprachen
⢠Fakultät fßr Sportunterricht; Studienfächer: Sport, Sportunterricht
⢠Fakultät fßr Physik und Mathematik; Studienfächer: Physik, Mathematik
⢠Landwirtschaftliches Institut Samarkand
⢠Grßndungsjahr: 1929
⢠Träger: Staatlich
⢠Akkreditierung: Ministerium fßr HÜhere und Sekundarschulische Fachausbildung
⢠Unterrichtssprachen: Usbekisch, Russisch
⢠Struktur: Vier Fakultäten:
⢠Fakultät fßr Agrartechnik; Studienfächer: Agrartechnik, Agraringenieurwesen
⢠Fakultät fßr Agronomie; Studienfächer: Agronomie
⢠Fakultät fßr AgrarÜkonomie und -management; Studienfächer: Agrarmanagement, AgrarÜkonomie, Agrarwirtschaft
⢠Fakultät fßr Veterinärwissenschaften; Studienfächer: Zoologie, Veterinärwissenschaften, Tierhaltung
⢠Institut fßr Wirtschaft und Dienstleistungen Samarkand (SCI)
⢠Grßndungsjahr: 1994
⢠Träger: Staatlich
⢠Akkreditierung: Ministerium fßr HÜhere und Sekundarschulische Fachausbildung
⢠Unterrichtssprachen: Usbekisch, Russisch
⢠Struktur: Drei Fakultäten:
⢠Fakultät fßr Finanzen und Bankbetriebslehre; Studienfächer: Finanzen, Bankbetriebslehre
⢠Fakultät fßr Dienstleistungen und Tourismus; Studienfächer: Tourismusmanagement
⢠Staatliches Architekturinstitut Samarkand (SSACI)
⢠Grßndungsjahr: 1966
⢠Träger: Staatlich
⢠Akkreditierung: Ministerium fßr HÜhere und Sekundarschulische Fachausbildung
⢠Unterrichtssprachen: Usbekisch, Russisch
⢠Struktur: Drei Fakultäten:
⢠Fakultät fĂźr Architektur; Studienfächer: Architektur- und Umweltdesign, Vermessung und Kartierung, Industriedesign, Ăkologie, Architektur
⢠Fakultät fßr Gebäudetechnik; Studienfächer: Gebäudetechnik
⢠Fakultät fßr Bauingenieurwesen; Studienfächer: Wasserbau, Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Hoch- und Tiefbau
⢠Staatliches Institut fßr Fremdsprachen Samarkand (SamSIFL)
⢠Grßndungsjahr: 1994 (entstanden aus der Fakultät fßr Fremdsprachen der Staatlichen Universität Samarkand)
⢠Träger: Staatlich
⢠Akkreditierung: Ministerium fßr HÜhere und Sekundarschulische Fachausbildung
⢠Unterrichtssprachen: Usbekisch, Russisch
⢠Struktur: Drei Fakultäten:
⢠Fakultät fßr Orientalische Philologie; Studienfächer: Koreanisch, Japanisch, Chinesisch, Arabisch, Internationale Journalistik
⢠Fakultät fßr Romanisch-Germanische Philologie; Studienfächer: Deutsch, FranzÜsisch, Spanisch, Italienisch, Russisch
⢠Staatliches Medizinisches Institut Samarkand (SSMI)
⢠Grßndungsjahr: 1930
⢠Träger: Staatlich
⢠Akkreditierung: Ministerium fßr HÜhere und Sekundarschulische Fachausbildung
⢠Unterrichtssprachen: Usbekisch, Russisch
⢠Struktur: Vier Fakultäten:
⢠Fakultät fßr Medizinpädagogik; Studienfächer: Gesundheitserziehung, Gesundheitswissenschaften
⢠Fakultät fßr Medizin; Studienfächer: Chirurgie, Humanmedizin
⢠Fakultät fßr Krankenpflege; Studienfächer: Hebammenwissenschaft, Krankenpflege
⢠Fakultät fßr Pädiatrie; Studienfächer: Pädiatrie
⢠Fakultät fßr Stomatologie; Studienfächer: Zahnmedizin
Wirtschaft
Die Stadt ist das wichtigste Industriezentrum in Usbekistan. In Samarqand ist unter staatlicher Leitung die Automobilindustrie angesiedelt. So existieren hier die Joint Ventures SamAuto und MAN AUTO-Uzbekistan. Ein klassischer Wirtschaftszweig ist die Teppichherstellung.
Verkehr
Luftverkehr
Schienenverkehr
Die Stadt hat Ăźber ihren Bahnhof Anschluss an die Transkaspische Eisenbahn zwischen Turkmenistan und Taschkent.
Seit März 2017 gibt es in Samarqand wieder eine StraĂenbahn. Eine 6,4 km lange Strecke fĂźhrt vom Hauptbahnhof in den Stadtteil Sat-Tepo. Es werden 18 einteilige StraĂenbahnen des Typs Vario LF ohne Beiwagen eingesetzt. Sie wurden von Pragoimex gebaut und waren bis Mai 2016 in Taschkent im Einsatz. Eine weitere, 5 km lange Strecke vom Bahnhof zum städtischen Basar (Siyob bozor) ist im Bau.cite-ref-16[16] Zuvor gab es bereits von November 1924 bis 1930 eine DampfstraĂenbahn sowie von Mai 1947 bis August 1973 eine elektrische StraĂenbahn.
StraĂenverkehr
In Samarqand enden die M37, die nach Turkmenistan fßhrt, die A377 nach Tadschikistan sowie die A378 nach Qarshi. Durch die Stadt verläuft die M39 von Termiz ßber Taschkent zur Grenze mit Kasachstan.
Der 1957 aufgenommene Oberleitungsbusverkehr wurde eingestellt.
Stadtbild und Architektur
Welterbe
Die Innenstadt wurde 2001 von der UNESCO unter dem Titel Samarkand â Schnittpunkt der Kulturen als Weltkulturerbestätte in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, unter anderem da Architektur und Stadtbild Meisterwerke islamischer kultureller Kreativität darstellen und Kunst, Architektur sowie Stadtstruktur die wichtigsten Epochen zentralasiatischer kultureller und politischer Geschichte illustrieren.cite-ref-17[17]
SehenswĂźrdigkeiten
In Samarqand finden sich einige bedeutende Zeugnisse islamischer Architektur, darunter
⢠die Bibi-Chanum-Moschee
⢠der Registanplatz mit den angrenzenden Madrasas:
⢠Ulugbek-Madrasa (1417â1420), klassisch timuridische Baukunst
⢠Sher-Dor-Madrasa (1619â1636)
⢠Tilla-Kori-Madrasa (1646â1660)
⢠das Museum und die Ausgrabungen von Afrasiab
⢠das Gur-Emir-Mausoleum (1403)
⢠das Mausoleum Ishratkhana
⢠das Shohizinda-Ensemble (eine Nekropole)
⢠das Chodscha-Doniyor-Mausoleum
⢠Ulug Begs Observatorium (1428) und Gedenkstätte
⢠das Hodscha-Abd-ad-Darun-Mausoleum
⢠die HĂźgelgruppe Äopan ata
⢠das Sadriddin-Ainij-Museum
Weitere
In Samarqand befindet sich die rÜmisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer, die Teil der Apostolischen Administratur Usbekistan ist. Die Kirche wurde 1916 erbaut, aber während der Sowjetzeit geschlossen. Am 27. März 1999 fand die Weihe der Kirche statt.cite-ref-18[18]
Sport
FuĂballverein der Stadt ist FK Dinamo Samarkand, der seine Heimspiele in der hĂśchsten usbekischen Liga im 12.500 Zuschauer fassenden Stadion austrägt. Jährlich findet seit 1996 das Tennisturnier Samarqand Challenger statt.
PersĂśnlichkeiten
In Samarqand geboren
⢠AbĹŤ MansĹŤr al-MÄturÄŤdÄŤ (893â941), BegrĂźnder der MÄturÄŤdÄŤya-Theologie
⢠NezÄmi-ye Aruzi (NiáşÄmÄŤ ĘżArĹŤá¸ÄŤ; vor 1100âum 1160), persischer Dichter
⢠ʿAlÄŤ al-QĹŤschdschÄŤ (1403â1474), Astronom, Mathematiker und Theologe
⢠Gabriel El-Registan (1899â1945), sowjetisch-armenischer Dichter
⢠Aminollah Hossein (1905â1983), Komponist
⢠Alexei Adschubei (1924â1993), sowjetischer Journalist, Publizist und Politiker
⢠Fatima Kuinova (1926â2021), bucharisch-jĂźdische Sängerin
⢠Adilja Kotowskaja (1927â2020), sowjetische bzw. russische Physiologin
⢠Halyna Sewruk (1929â2022), ukrainische KĂźnstlerin
⢠Dschemma Firsowa (1935â2012), sowjetische bzw. russische Filmregisseurin und Filmschauspielerin
⢠ToĘťti Yusupova (1936â2022), Schauspielerin
⢠Islom Karimov (1938â2016), von 1991 bis zu seinem Tode Staatspräsident Usbekistans
⢠Galina Saidova (* 1956), Wirtschaftsministerin der Republik Usbekistan
⢠Refat Tschubarow (* 1957), ukrainisch-krimtatarischer Politiker und Archivar
⢠Yulduz Usmonova (* 1963), Sängerin
⢠Alexei Barsov (* 1966), Schachmeister
⢠Shuhrat Safin (1970â2009), SchachgroĂmeister
⢠Rustem Umjerow (* 1982), Politiker
⢠Tamila Taschewa (* 1985), ukrainische Aktivistin und Politikerin
⢠Marsel İlhan (* 1987), tßrkischer Tennisspieler usbekischer Herkunft
⢠Aleksandra Kotlyarova (* 1988), Leichtathletin
⢠Farrux Sayfiyev (* 1991), FuĂballspieler
⢠Ruslan Qurbonov (* 1993), Dreispringer
⢠Asal Saparbaeva (* 1994), Turnerin
⢠Diyora Keldiyorova (* 1998), Judoka
⢠Roksana Xudoyorova (* 2001), Weit- und Dreispringerin
⢠Sharifa Davronova (* 2006), Dreispringerin
Personen mit Beziehung zur Stadt
⢠Al-BuchÄrÄŤ (810â870), islamischer Gelehrter
⢠Omar ChayyÄm (1048â1131), Dichter und Wissenschaftler
⢠Timur (1336â1405), zentralasiatischer Eroberer
EhrenbĂźrger
Städtepartnerschaften
⢠Afghanistan Balch, Afghanistan
⢠Turkmenistan Merw, Turkmenistan
⢠Usbekistan Buxoro, Usbekistan
⢠Iran Nischapur, Iran
⢠Pakistan Lahore, Pakistan
⢠Ukraine Lwiw, Ukraine
⢠Turkei Istanbul, Tßrkei
⢠Turkei Izmir, Tßrkei
⢠Turkei EskiĹehir, TĂźrkei
Siehe auch
Literatur
⢠Yuri Bregel: An Historical Atlas of Central Asia. Brill, Leiden 2003, ISBN 90-04-12321-0, S. 82f. mit Tafel 41 Stadtplan von Samarkand im 19. Jahrhundert.
⢠Amin Maalouf: Samarkand. Roman. Editions Jean-Claude Lattès, Paris 1988 (deutschsprachige Ausgabe: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., Mßnchen 1990, ISBN 3-426-03257-0).
⢠Uta Lindgren: Clavijos Reise nach Samarkand 1403â1406. Aus dem Altkastilischen Ăźbersetzt und mit Einleitung und Erläuterungen versehen. Universität MĂźnchen, Inst. f. Gesch. d. Naturwiss., 2005, ISBN 978-3-89241-009-6.
⢠Detlev Quintern: Cosmopolitism, Scientific Discoveries, and Technological Inventions along the Ancient Silk Road. The Role of Samarkand and Bukhara. (PDF; 4,6 MB) In: Hochschule Bremen â Institute for Transport and Development, Annual Report 2011/2012. Hans-Heinrich Bass und Hans-Martin Niemeier, S. 94â99; abgerufen am 20. Mai 2019.
⢠Jßrgen Paul: Zentralasien. Frankfurt am Main 2012 (Neue Fischer Weltgeschichte, Band 10).
Weblinks
Commons
: Samarkand
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Samarkand
â ReisefĂźhrer
Wiktionary: Samarkand
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikisource:
Das Thal von Samarkand und der dortige Seidenbau
von Jules Adamoli (1870)
â Quellen und Volltexte
⢠Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und franzÜsisch).
Einzelnachweise
cite-note-post-11. Postleitzahl PLZ Samarkand, Usbekistan â GeoPostcodes. Abgerufen am 2. August 2018.
cite-note-33. â Adrian Room: Placenames of the world: origins and meanings of the names for 6,600 countries, cities, territories, natural features, and historic sites. 2. Auflage. McFarland & Company, Inc, Jefferson (NC) 2006, ISBN 978-0-7864-2248-7 (englisch).
cite-note-44. â Arrian: Der Alexanderzug: Griechisch und deutsch. Walter de Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11-035633-5, S. IV.16,2 (Volltext [siehe etwa in der Seitenmitte in der Zeile, die mit â3â markiert ist], Google Books [abgerufen am 28. März 2024]).
cite-note-55. â Compendium of The Turkic Dialects: Part I - Mahmud al-Kashghari. S. 270 (archive.org [abgerufen am 28. März 2024]).
cite-note-66. â Marko Polo Samarqand haqida / About Marco Polo's Samarkand. 2020, abgerufen am 28. März 2024 (englisch).
cite-note-72. WMO
cite-note-83. World Urbanization Prospects â Population Division â United Nations. Abgerufen am 23. Juli 2018.
cite-note-99. â Peitz: Usbekistan entdecken. Trescher-Verlag, Berlin, 2010.
cite-note-1010. â JĂźrgen Paul: Zentralasien. S. Fischer, Frankfurt am Main 2012 (Neue Fischer Weltgeschichte, Band 10), S. 289.
cite-note-1111. â JĂźrgen Paul: Zentralasien. 2012, S. 292.
cite-note-1212. â JĂźrgen Paul: Zentralasien. 2012, S. 312f.
cite-note-1313. â JĂźrgen Paul: Zentralasien. 2012, S. 358.
cite-note-1414. â Geschichte von Samarkand | Uzbekistan Travel. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
cite-note-1515. â Universities in Samarkand, Uzbekistan. In: uni24k.com. Abgerufen am 1. September 2024 (englisch).
cite-note-1616. â Trams run in Samarkand. In: metro-report.com. Metro Report, 31. März 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 11. Dezember 2017; abgerufen am 13. Juli 2025 (englisch).
cite-note-1717. â UNESCO-Welterbeliste (abgerufen am 20. Juli 2011).
cite-note-1818. â Kirche St. Johannes der Täufer in Samarkand, abgerufen am 20. Mai 2023.
cite-note-1919. â Asociation de Agencias de Turismo del Cusco: Ciudades hermanas de Cusco. In: aatccusco.com. Asociation de Agencias de Turismo del Cusco â AATC, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 20211229010405; abgerufen am 13. Juli 2025 (spanisch).
cite-note-2020. â Website of Xi'an Municipal Peopleâs Government: Sister Cities. (Memento vom 24. Oktober 2016 im Internet Archive) (englisch).